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Vom Schweizer Familienunternehmen zur internationalen Unternehmensgruppe

Elfriede Wenger und Hans Luginbühl sind seit Jahrzehnten ein Teil der Angst+Pfister Familie und Angst+Pfister ein Teil von ihnen. Im Gespräch schildern die beiden, was das Unternehmen auszeichnet und wie man die Herausforderung damals wie heute meistert, die Zukunft von Angst+Pfister zu sichern und die internationale Unternehmenskultur weiter zu entwickeln.

 

 Beginn des Gesprächs zeigt Elfi ein altes Firmenbrevier, das schon vor über 50 Jahren an neue Kolleginnen und Kollegen von Angst+Pfister ausgehändigt wurde und ihnen den Einstieg in das Unternehmen erleichtern sollte. Werte wie Einsatz, Leistungsorientiertheit, Zusammenarbeit und Achtung bilden dort das Fundament der Unternehmenskultur. Werte, die bis heute Bestand haben und erst kürzlich in der neuen Anfang 2019 herausgebrachten Strategie weiter an die jetzigen Marktherausforderungen angepasst wurden. Im Mittelpunkt stand und steht dabei allen voran immer der Kunde. Damals wie heute ist es oberste Prämisse, dem Kunden die bestmöglichen Dienstleistungen von der Beratung bis hin zur Lieferung zu bieten. Und dazu gehört in erster Linie eine für den Kunden Mehrwert bietende Lösung, die den höchsten technologischen und qualitativen Standards entspricht. Dass diese Herausforderung immer wieder erfolgreich angenommen wurde, zeigt die grosse Vielfalt an Kunden-Referenzen, die – national wie international – von den unterschiedlichsten Projekten erzählen. Projekte, die von hochtechnologischen Engineering-Lösungen bis hin zu passenden Standardkomponenten reichen.

In der gesamten Unternehmenshistorie stach zudem eine besondere Kompetenz heraus, die bis heute immer wieder von Kunden hervorgehoben wird und dadurch zu einer Art Markenzeichen geworden ist. Es ist die stets flexible, zuvorkommende und sehr persönliche Art der Kundenbetreuung, die heute keine Selbstverständlichkeit mehr ist.
 

 

 

Ein Blick zurück

Angst+Pfister war zunächst ein reines Handelsunternehmen für technische Komponenten. Sich den Kundenwünschen anpassend, wurde das Produktangebot jedoch stetig weiterentwickelt und erweitert. So wurden beispielsweise schon kurz nach dem 2. Weltkrieg Fluorkunststoffe mit in das Sortiment aufgenommen, eine von vielen Innovationen. Bereits ab 1944, die Zeichen der Globalisierung früh erkennend, expandierte das Unternehmen mit dem Aufbau von Verkaufsbüros in die wichtigsten europäischen Länder. Um den Kundenanforderungen vollumfänglich gerecht zu werden, leitete Hans-Jürg Angst 1987 vorausschauend den Bau des voll automatisierten Europäischen Logistikzentrums im grenznahen Raum zu Deutschland in die Wege – eine weitere Innovation und für Angst+Pfister die Möglichkeit, die Dienstleistungen um eine enorme Bandbreite an logistischen Services im Bereich des Supply Chain Management zu erweitern.
 

Wegweisende Strategieänderung

Ein solides Fundament war damit gelegt. Es zeigte sich jedoch bald, dass es einer grundlegenden Strategieänderung bedurfte, um den zunehmend herausfordernden Bedingungen des Marktes auch zukünftig Stand zu halten. Es galt daher, das Rüstzeug zu schaffen, um sich stets den wechselnden Herausforderungen anpassen zu können, dabei dennoch nicht zu vergessen, woher man kommt und wer man ist.

Initiiert durch Christof Domeisen, Delegierter des Verwaltungsrates, der vor über 15 Jahren in das Unternehmen kam, wurde dann die notwendige radikale Strategieanpassung durchgeführt. Angst+Pfister entwickelte sich vom reinen Handelsunternehmen hin zu einer internationalen, digitalisierten Unternehmung mit umfassender Wertschöpfungsstrategie. Der Engineering-Service wurde aufgebaut und Produktionsstätten integriert. Ferner wurde auf der Basis der unterschiedlichen Unternehmungen in den unterschiedlichen Ländern eine einheitliche Unternehmenskultur geschaffen. Jeder Standort konnte sich zudem autonom entfalten, so dass die globale Gruppe international von den nationalen Stärken und Potentialen profitieren sollte.

Ein heute erprobtes Erfolgsrezept, das auf den Kernwerten des Unternehmens fusst. So heisst es heute, Unternehmen bestehen aus Menschen, die sich entwickeln und zusammen einen gemeinsamen Kulturcode leben. Die Kultur, die wir als Gruppe wollen, wird von Werten bestimmt, die wir teilen, und der Art und Weise, wie wir sie leben.
 

Weiteres Wachstum

Nach der Jahrtausendwende folgten dann die Eröffnungen von strategischen Standorten in China und 2006 die Übernahme von Pewatron, mit der das Sortiment um den Bereich der Sensorik erweitert wurde.

Seit 2013 ist Angst+Pfister Advanced Technical Solutions (vormals LASPAR) mit Sitz in Bursa, Türkei, als neuer Hauptproduktionsstandort für Antivibrations- und Dichtungskomponenten Teil der Angst+Pfister Gruppe. Angeschlossen ist ein hochtechnologisches Forschungs- und Entwicklungszentrum, das 2016 vom türkischen Ministerium für Wissenschaft, Industrie und Technologie anerkannt wurde.

Ein weiterer wichtiger Schritt in die Zukunft war 2016 dann der Abschluss einer strategischen Allianz mit dem Unternehmen TSF S.p.A. aus Italien, dem globalen Marktführer in der Entwicklung und Herstellung von Hightechmischungen, da erfahrungsgemäss die Gummimischung entscheidet, welche Leistung eine Dichtung oder eine Schwingungsisolation erbringt. Damit betrat Angst+Pfister das neue zukunftsträchtige Feld des High-Tech-Compounding und stellt heute bereits mehrere Hochleistungs-Elastomer-Mischungen (PERTEC®) für unterschiedliche Industrien selbst her. Eben diesen Bereich der hochtechnologischen Dichtungslösungen verstärkte Angst+Pfister 2018 zusätzlich mit einer weiteren Akquisition von MCM (Italien) und OL Seals (Dänemark). Diese dynamische Entwicklung soll auch in Zukunft andauern.
 

Die Angst+Pfister Familie

Zum Schluss soll noch einmal ein Aspekt hervorgehoben werden, der während all der Jahre ein entscheidender Erfolgsfaktor war und bis heute ist. Und dies ist die internationale Unternehmenskultur, die Angst+Pfister zur Angst+Pfister Familie hat werden lassen und die zu einer in jeder Hinsicht gewinnbringenden Kommunikation geführt hat, global über Landes- und Sprachgrenzen hinweg. «Wir kommunzieren, hören zu, bringen unterschiedlichste Kulturstandpunkte ein.» resümiert Hans Luginbühl. Das Resultat dieser Zusammenarbeit sei Garant für die bestmögliche Servieerbringung für die Kunden auf globaler Ebene.

So konnte aus einer kleinen Zürcher Familienunternehmung ein erfolgreiches internationales Unternehmen werden, das – stets am Puls der Zeit und mit immer neuen Technologien – seinen Kunden die bestmöglichen Leistungen für ihre Bedürfnisse bietet.

 

 


veröffentlicht: 31.08.2020, 14:13:00  von: Angst+Pfister Group