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Ein Hersteller, ein Produkt, alle Zulassungen

Mit einer ausgeklügelten logistischen und technischen Lösung, mit Kompetenzen in Kunststoff- und Dichtungstechnik sowie Beratung über Zulassungsverfahren fanden die Angst+Pfister-Ingenieure die Lösung: Dank der neuen APSOplast® POM-C Sitzventile für die neueste Generation der thermostatischen ULTRAMIX®-Mischventile kann der Kunde, Watts Industries, einen einzigen Mischventiltyp für den gesamten europäischen Markt anbieten.

Sportler kennen das: Nach Sieg oder Niederlage lässt man das Duschwasser in der Kabine gerne einen Moment auf einen herunterplätschern – und ist dann rasch wieder bereit für den nächsten Coup. Angenehm und hilfreich ist das aber nur, wenn die Temperatur stimmt und so bleibt. Watts Industries France stellt Produkte für Sanitär- und Heizungsanlagen sowie Trinkwasserinstallationen her. Angst+Pfister beliefert das Unternehmen schon länger mit PTFE-Komponenten – und überzeugte es mit Qualität.
 

Mit vereinter Kompetenz

Watts Industries beabsichtigte nun, seine Abnehmer eines anderen Produkts auf weitere europäische Länder auszuweiten: thermostatische Mischventile für sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen wie Schwimmbäder, Turnhallen, Krankenhäuser oder Campingplätze. Die Brauchwassermischer regulieren den Kalt- und Warmwasserstrom, damit die eingestellte Temperatur konstant bleibt. Dafür braucht es präzise, stabile und verlässliche Regler – und einen neuen Partner, der nicht nur die engen Toleranzen der benötigten Sitzventile im Griff hat, sondern sich auch bestens mit Zulassungsverfahren in der Kunststofftechnik auskennt.  

Nebst Frankreich sollen die Mischventile auch in den Niederlanden, Grossbritannien und Deutschland verkauft werden. Eine einheitliche EU-Norm gibt es nicht – jedoch viele verschiedene nationale Zertifikate und Zulassungen. Angst+Pfister kennt sich dabei aus und kam zu Zuge, als Watts Industries das Projekt ausgeschrieben hatte. «Bereits bei den ersten Meetings mit der Forschungsabteilung von Watts konnten wir unsere Kompetenzen aus weiteren Bereichen unter Beweis stellen», erzählt Anita Kouakou, Product Application Engineer bei Angst+Pfister Frankreich. Denn nützlich war nicht nur das Wissen über Kunststofftechnik und Zulassungen, sondern auch die Erfahrungen von Angst+Pfister aus der Dichtungstechnik.

 

 

Komplexe Herausforderungen lösen

«So sprachen wir uns intern mit unseren Experten aus der Dichtungstechnik ab», sagt Oubihi Abderahmane, der das französische Profit-Center für Kunststofftechnik in Frankreich leitet. Deshalb habe sein Team bereits anhand der Zeichnungen technische Änderungen entsprechend der Bedürfnisse des Kunden vorschlagen können. Ziel war es nämlich, die optimale Rauheit der Kunststoffteile so zu bestimmen, dass sie absolut wasserdicht bleiben. Anschliessend konnten sich die Angst+Pfister-Ingenieure in Frankreich auf das richtige Material und die entsprechenden Zulassungen konzentrieren. Die Sitzventile sollten die Bedingungen für folgende Märkte erfüllen:

  • Frankreich – Sanitary Conformity Certification (ACS)
  • Grossbritannien – Water Regulation Advisory Scheme (WRAS)
  • Deutschland – Kunststoff-Trinkwasser-Leitlinie (KTW) und Prüfverfahren W270
  • Niederlande – KIWA-Zertifikat


Anita Kouakou beriet ihren Kunden und machte klar, dass das KIWA-Zertifikat nicht notwendig sein würde. Denn die beiden deutschen Zulassungen KTW und W270 sind diesem Zertifikat gleichwertig und in den Niederlanden in der Regel akzeptiert. Dies bedeutet für Watts Industries geringere Kosten, denn die deutschen Zulassungen müssen nur alle fünf Jahre erneuert werden – nicht jährlich wie das KIWA-Zertifikat. Schlussendlich waren auch die Qualitätsmanager bei Watts Industries davon überzeugt. So konnte sich das Team um Anita Kouakou um die Beschaffung des geeigneten Materials kümmern. Keine leichte Aufgabe, denn bei manchen Partnern stehen die Rezepturen unter Geheimhaltung – ohne Offenlegung der Inhaltsstoffe würden sie die Zulassungsverfahren nicht bestehen.
 

Kosten optimieren

Die Lösung bestand schlussendlich im Kunstharz Hostaform® M25AE. Dabei handelt es sich um ein Polyoxymethylen (POM-C). Angst+Pfister Italien belieferte den Produktionspartner mit dem Halbzeug, Stangen und Röhren für die Herstellung und Bearbeitung von Sitzventilen. Dank dieses «logistischen Kniffs» innerhalb der Angst+Pfister-Gruppe werden für Watts Industries sogar die hohen Mindestbestellmengen für dieses Material hinfällig.

Bereits ein Jahr nach der Ausschreibung ist es nun soweit: Angst+Pfister liefert die neuen Sitzventile serienmässig an Watts Industries aus: «Ein Hersteller, ein Produkt, alle Zulassungen, keine Mindestbestellmengen», freuen sich Anita Kouakou und Oubihi Abderahmane.

 



 


 

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veröffentlicht: 16.09.2020, 11:17:00  von: Angst+Pfister Group