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Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
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In vielen industriellen Systemen treten kritische Belastungen an Stellen auf, an denen herkömmliche Sensoren schlichtweg nicht zuverlässig arbeiten können. Man denke an eine lasttragende Halterung in mobilen Arbeitsmaschinen: Vibrationen, Stössen, Feuchtigkeit und Verschmutzung ausgesetzt – und dennoch wird erwartet, dass sie präzise Messdaten für Steuerung und Optimierung liefert.
Traditionelle Sensor-Setups stossen in diesen Umgebungen an ihre Grenzen. Sie benötigen Platz, Schutz und eine sorgfältige Positionierung, was oft eher zu zusätzlicher Komplexität führt, als sie zu lösen. Hier verändern smarte Elastomere den Ansatz grundlegend.
Durch die Einbettung der Sensorik direkt in funktionale Materialien verwandeln sensorintegrierte Elastomere passive Komponenten in intelligente Systemelemente. Anstatt Sensoren zu einem System hinzuzufügen, wird das System selbst zum Sensor – dies ermöglicht Echtzeit-Überwachung in mechanischen Systemen, verbesserte Zuverlässigkeit und skalierbare vorausschauende Wartung mit eingebetteten Sensoren.
Moderne mechanische Systeme erfordern kontinuierliche Einblicke in Kräfte, Vibrationen und Umgebungsbedingungen. Die Implementierung einer zuverlässigen Sensorik in diesen Systemen bleibt jedoch eine erhebliche technische Herausforderung.
Herkömmliche Lösungen – wie Kraftmesszellen oder externe Beschleunigungssensoren – bringen mehrere Einschränkungen mit sich:
Diese Einschränkungen sind besonders kritisch bei der Messung der Lastpfadüberwachung, wo Kräfte exakt am Punkt der Übertragung erfasst werden müssen.
Selbst alternative Ansätze wie leitfähige Elastomere oder gedruckte Sensoren greifen zu kurz, da sie unter Drift, geringer Robustheit oder begrenzter Überlastfähigkeit leiden.
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Sensorintegrierte Elastomere überwinden diese Einschränkungen, indem sie die Sensorik direkt in das Elastomerbauteil einbetten. Dieser Ansatz ermöglicht eine nahtlose Kombination aus mechanischer Funktion und Datenerfassung.
Kern dieser Innovation ist die proprietäre Load Sensing Elastomer (LSE) Technologie.
1. Eine Komponente, voll integriert
Das Elastomer fungiert gleichzeitig als:
Die gesamte Sensorelektronik ist vollständig in den kompakten, ultradünnen Sensor integriert, was bedeutet:
Dies reduziert die Integrationskomplexität erheblich und gewährleistet eine konsistente Messposition. Das Ergebnis ist ein echtes smartes Elastomer – ein Strukturbauteil, das Daten generiert.
2. Ultradünnes und skalierbares Design
Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist die extrem dünne Sensorarchitektur, die eine Integration dort ermöglicht, wo herkömmliche Sensoren nicht eingesetzt werden können:
Zudem ist die Technologie hochgradig skalierbar:
3. Genauigkeit durch integrierte Algorithmen
Der Sensor enthält integrierte Algorithmen und Signalverarbeitung, die direkt im System eingebettet sind. Diese Algorithmen:
Dies gewährleistet eine zuverlässige Echtzeit-Überwachung in mechanischen Systemen, selbst unter stark variierenden Bedingungen.
4. Multiparameter-Sensorik und funktionale Fähigkeiten
Über die Kraftmessung hinaus ermöglicht das System eine echte Multiparameter-Sensorik, einschliesslich:
Dies ermöglicht eine fortschrittliche Zustandsüberwachung mit Elastomeren, indem mehrere Sensorfunktionen in einem einzigen kompakten Bauteil kombiniert werden.
5. Gebaut für raue Betriebsbedingungen
Die Elastomer-Verkapselung bietet einen intrinsischen Schutz gegen:
Damit ist die Technologie ideal für Anwendungen mit kontinuierlicher Vibration, im Aussenbereich oder in industriellen Umgebungen geeignet, in denen herkömmliche Sensoren einen komplexen Schutz erfordern würden.
6. Flexible Nutzung: Eingebettet oder Standalone
Obwohl für die Integration in Elastomerbauteile optimiert, kann der Sensor auch wie folgt verwendet werden:
Diese Flexibilität erweitert die Anwendbarkeit über klassische Elastomer-Anwendungsfälle hinaus.
7. Fertigungskompetenz: Den Elastomerprozess überstehen
Eine kritische Herausforderung bei der Entwicklung sensorintegrierter Elastomere ist der Integrationsprozess selbst. Die Elastomerherstellung – insbesondere die Vulkanisation – setzt Komponenten hohen Temperaturen, hohem Druck und chemisch aggressiven Umgebungen aus.
Bei herkömmlicher Elektronik führt dieser Prozess typischerweise zu Materialverschlechterung, Verlust der Signalintegrität oder zum vollständigen Sensorausfall. Angst+Pfister hat proprietäres Design- und Prozess-Know-how entwickelt, das es Sensoren ermöglicht, die Vulkanisation ohne Funktionsverlust zu überstehen.
Dies beinhaltet:
Diese Fähigkeit ist ein wesentlicher Wegbereiter für zuverlässige eingebettete Sensoren in mechanischen Komponenten und ein wichtiges technologisches Differenzierungsmerkmal.
Ergebnisse und Leistungsnachweis
| Parameter | Herkömmliche Sensoren | Smarte Elastomere (LSE-basiert) |
|---|---|---|
| Bauraum | Hoch | Minimal |
| Systemarchitektur | Mehrere Komponenten | Einzelne integrierte Komponente |
| Überlastfestigkeit | Begrenzt | Bis zu 500-1000 % FS |
| Messansprechzeit | Moderat | <50 ms |
| Messfähigkeiten | Einzelparameter | Option für Multiparameter-Sensorik |
Über die Spezifikationen auf Komponentenebene hinaus wird die Leistung durch anwendungsspezifische Tests validiert. Angst+Pfister betreibt eigene hauseigene Prüfstände, die Folgendes ermöglichen:
Dies stellt sicher, dass die Lösungen nicht nur konzeptionell fundiert sind, sondern vor dem Einsatz getestet und nachweislich funktionsfähig sind.
Herausforderung:
Ein Transportsystem benötigt eine kontinuierliche Überwachung der Lastkräfte unter dynamischen Bedingungen. Das System arbeitet unter Vibrationen, Stössen und Verschmutzung bei begrenztem Bauraum.
Lösung:
Ein Lastmess-Elastomer (LSE) ersetzt die herkömmliche Halterung. Das integrierte System:
Ergebnis:
Vom Konzept zum Bauteil: Verfügbare Sensorplattformen
Um diese Technologie in reale Anwendungen zu überführen, stehen mehrere Sensorplattformen zur Verfügung:
Wann man Smarte Elastomere einsetzt
Sensorintegrierte Elastomere sind besonders wertvoll in Anwendungen, bei denen:
Video Q&A
Was ist nötig, um ein passives Elastomer in ein voll funktionsfähiges Sensorelement zu verwandeln?
In diesem Video erklären Ingenieure, wie Smarte Elastomere Sensorik, Verarbeitung und Schutz in einer einzigen kompakten Einheit integrieren – und wie dies eine skalierbare vorausschauende Wartung mit eingebetteten Sensoren in verschiedenen Branchen ermöglicht.
Fazit
Smarte Elastomere stellen einen grundlegenden Wandel im mechanischen Systemdesign dar. Durch die direkte Integration der Sensorik in funktionale Materialien erübrigen sie separate Sensoren, während sie gleichzeitig die Robustheit verbessern und die Systemarchitektur vereinfachen.
Mit Merkmalen wie:
– kombiniert mit hauseigener Fertigungsexpertise und Validierung durch interne Prüfstände – bieten diese Systeme nicht nur Integrationsvorteile, sondern auch bewährte Zuverlässigkeit unter realen Bedingungen.
Da sich Systeme kontinuierlich in Richtung höherer Integration und Intelligenz weiterentwickeln, werden sensorintegrierte Elastomere eine Schlüsselrolle bei der Ermöglichung effizienter, datengesteuerter technischer Lösungen spielen.
Smarte Elastomere sind Elastomerkomponenten mit integrierten Sensor- und Signalverarbeitungsfunktionen, die eine Echtzeitüberwachung in mechanischen Systemen ermöglichen.
Ein lastmessendes Elastomer ist eine strukturelle Elastomerkomponente, die die Kraft direkt im Lastpfad misst, wodurch externe Sensoren überflüssig werden.
Ultradünne Versionen können weniger als 1 mm dick sein, was sie ideal für Anwendungen mit stark begrenztem Platzangebot macht.
Diese Systeme ermöglichen Multiparameter-Sensorik, einschliesslich Vibration, Beschleunigung, Temperatur, Zykluszählungen und Überlasterkennung.
Ja. Der Sensor kann auch als eigenständige Komponente verwendet werden und bietet dadurch Flexibilität bei der Systemgestaltung.
Die Zuverlässigkeit wird durch spezialisierte Herstellungsprozesse (einschliesslich Vulkanisationskompatibilität) und die Validierung mit hauseigenen Prüfständen unter realen Betriebsbedingungen sichergestellt.
Über den Autor
Michael Tester ist Leiter der Abteilung Sensor Design Engineering bei Angst+Pfister Sensors and Powers und verfügt über mehr als 10 Jahre Erfahrung in der Verbindung von Spitzentechnologie und Materialwissenschaft. Er ist spezialisiert auf die Entwicklung integrierter Sensorplattformen, die passive mechanische Komponenten in intelligente, datenerzeugende Systeme für raue industrielle Umgebungen verwandeln.
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